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 München on 16.10.13

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*JaRoWi1647*
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PostSubject: München on 16.10.13   18th October 2013, 21:11

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Philippe Jaroussky mit barocken Schätzen im Prinzregententheater Kein Zweifel, er muss ein Götterliebling sein – so verschwenderisch, wie sie ihr Füllhorn über ihm ausgeschüttet haben: Philippe Jaroussky, der „Counterissimo“.

Alle Arien, mit denen er am Mittwochabend im dicht besetzten Münchner Prinzregententheater seine Zuhörer verzückte, schrieb Nicola Antonio Porpora, neapolitanischer Komponist des 18. Jahrhunderts und der Gesangslehrer seiner Zeit (auch der Farinellis). Ob es um Ariadne, Semiramis oder Iphigenie, um Orpheus oder Poliphem geht – Porpora hat sie alle auf die Bühne gebracht, wo sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen konnten.

Ideale Herausforderungen für Jaroussky, der nie als Perfektionist agiert und Stimmschönheit oder Virtuosität ausstellt, sondern der vielmehr als singender Mensch sein Herz öffnet. Viel Liebesfreud und Liebesleid tönt da heraus – in betörendem Pianissimo wie in leuchtendem Forte. Frappierend ist, wie der Sänger trotz aller Kunstfertigkeit und genauer Kalkulation (etwa eines Vibratos) Natürlichkeit wahrt.

Wie schön kann Verzweiflung klingen („Si pietoso il tuo labbro“) – in fein gezeichneten Endlos-Koloraturen und einer überirdischen Vokalisen-Kadenz. Da wirkte das ansonsten von Andrea Marcon sensibel geführte und in den schnellen Sätzen furios auftrumpfende Venice Baroque Orchestra kurz irritiert. Allein brillierte es mit temperamentvollen Solisten (Violine, Cello) in Geminianis Concerto grosso und entfachte einen furiosen Sturm („La Tempesta“) von Giuseppe Sarti.

Nach Orfeos großer Gefühlsaufwallung („Dall’ amor più sventurato“) lockte Jaroussky mit vogelleichtem Gesang ins sanfte Wellenspiel um Aulis, von den Holzbläsern farbig unterstützt. Der innige Dank an Jupiter („Alto Giove“ aus „Polifemo“) geriet zum magischen Moment, der ewig hätte dauern können. Doch der Bravour-Kontrast „Nell’ attendere il mio bene“ folgte unweigerlich. Jubel, Zugaben, Standing Ovations und eine lange Schlange am Signiertisch. gabriele luster

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